Vorheriger Vorschlag

Langstrasse-Tram

Vor Erscheinen der Visionen 2025 und 2030 der VBZ und damit verbunden des Plans eines Rosengarten-Trams war meiner Erinnerung nach kurzzeitig eine Tramlinie durch die Lang-strasse im Gespräch.

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Nächster Vorschlag

Kein neues System

Zürich ist schon so sehr an das jetztige ÖV-System gewachsen, dass ein komplett neues System wie z.B. eine U-Bahn oder Maglev kaum Mehrheitsfähig wäre. Zudem wäre ein derartiges System sehr teuer im Aufbau.

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Ohne Autos mehr Freiheiten?

Wie die Bevölkerungsbefragung der Stadt Zürich aufzeigt, steigt vor allem die Anzahl der Veloverkehrsteilnehmer. Der Motorisierte Individualverkehr ist bereits ein wenig Rückläufig und der öffentliche Verkehr nimmt schwach zu. Immer häufiger werden «geteilte» Fahrzeuge (egal ob E-Scooter, Velo oder Auto) genutzt. Auch interessante ist, dass vor allem die ÖV Teilnehmer zufrieden mit der aktuellen Verkehrssituation sind. 80% vergeben die Noten gut bis sehr gut. Im motorisierten Individual- und Veloverkehr sind es nur deren 30% bzw. 26%.

In meinen Augen haben Autos in der belebten Stadt nichts zu suchen. Sie machen lärm, verschmutzen die Luft und versperren einem den Weg. Warum also nicht eine Autofreie Stadt Zürich? Oder zumindest einen (grösseren) Teil davon. Ich stelle es mir so vor: Grosse Teile Zürichs sind vom motorisierten Individualverkehr befreit und Grünflächen, Fussgängerwege und Velowege übernehmen die dadurch gewonnene Fläche. Nur motorisierte Fahrzeuge, die der Versorgung, Sicherheit, Gesundheit oder dem öffentlichen Verkehr dienen sind zugelassen die verbleibenden Strassenzugänge und neuen Fussgänger- und Velozonen zu befahren. Gratis-ÖV und unmotorisierte (bzw. kleinmotorisierte) Fahrzeuge bringen Pendler in der ganzen Stadt von A nach B. Der Fernverkehr (in oder aus der Stadt) erfolgt über die Bahn und durch Autos ab den Parkhäusern am Rande der Stadt. Die dazugewonnene Fläche (aus ehemaligen bzw. verkleinerten Strassen und Kreuzungen) bietet ein riesiges Potenzial. Platz für Natur, Kultur, Sport und vieles mehr.

Mein Idealszenario klingt – zumindest in meinen Ohren – schön und gut, doch die viel interessantere Frage wäre dabei: Wie kommt man dahin?

Ein Wandel muss und wird es geben, das ist klar. Ihn jedoch auf nullkomaplötzlich herbeizuzwingen bringt nichts. Veränderungen brauchen Zeit und sind in kleinen Schritten besser verdaulich. Erste Schritte dazu wären die allgemeine Verminderung des Verkehrs (z.B. durch eine Erhöhung der Auslastung) und eine Stärkung des öffentlichen Verkehrs (z.B. durch Vergünstigungen). Ziel sollte es sein, möglichst ohne Verbote die Bevölkerung von den Vorzügen einer platzsparenderen und umweltfreundlicheren Mobilität zu überzeugen.

Ich und andere Studenten haben uns in einem interdisziplinären Designmodul bereits an eine andere, utopische Sicht auf Zürich gewagt und uns, unter anderem, auch mit dem Thema Mobilität auseinandergesetzt. Was dabei rauskam könnte durchaus auch im Bezug zur VBZ interessant sein. Mehr dazu unter: designecotopia.org